Erdogans „European Islamophobia Report“

(The new Face of Anti-Racism. Die FSK-Sendung ANILAR FM, Teil 8.3.)

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(8.3.)

ERDOGANS „EUROPEAN ISLAMOPHOBIA REPORT

In der Süddeutsche Zeitung heißt es: „Islamophobie oder antimuslimischer Rassismus muss endlich genauso große Beachtung finden wie Antisemitismus“.

Genau so sieht man es im FSK und so sehen es seit Jahrzehnten auch die Muslimbrüder und viele andere. Die wegen ihrer antisemitischen Menschenrechtscharta bekannte „Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC)“ hat eine Kampagne gegen die „DIFFAMIERUNG VON RELIGIONEN“ angeschoben. Deutlicher als  linke Antirassisten definiert die OIC Islamophobie als „Diffamierung des Islams“ sowie von „Persönlichkeiten und Symbolen, die den Muslimen heilig sind.“

Das ist keine Rassismuskritik sondern das Verlangen nach Todesstrafe für Mohammed-Karikaturisten, also für Blasphemie.

Aktuell relevanter als die OIC ist in der BRD die türkische „Stiftung für Politik-, Wirtschafts- und Sozialforschung“ (SETA). Ihr Gründungsdirektor, Ibrahim Kalin, ist  außenpolitischer Chefberater von Erdogan. Diese Stiftung ist Auftraggeberin des „European Islamophobia Report“ (s. http://setav.org sowie http://www.islamophobiaeurope.com/reports/2015/en/EIR_2015.pdf und http://www.islamophobiaeurope.com/category/in-the-press/ ) und richtet einen Islamophobie-Kongress nach dem anderen aus, zuletzt in Sarajevo. Teilnehmer dieser Kongresse sind u.a. die bekannte antisemitische „IHH“, die 2010 mit der Linkspartei die Gaza Flottille gen Israel schickte sowie das islamistische „Collectif Contre L’Islamophobie en France“ (CCIF), das in den Medien gerne zitiert wird, wenn es gegen den Laizismus geht.

Der deutsche Staat mag Migrantenverbände am liebsten, wenn sie sich als Religionsgemeinschaften präsentieren (so machen es die „Kulturvereine“ der Grauen Wölfe).

Es wird eine kollektive Identität „der Muslime“ unterstellt, aus der sich weitgehend identische Interessen ergeben. Dabei bevorzugt der deutsche Staat als „Partner“ die orthodoxe bis islamistische Interpretation des Islams.

Laizistische und liberale Muslime, die eine konsequente Trennung von Staat und Religionsgesellschaften zu schätzen wissen und auch denjenigen, die vor gesellschaftlichen Verhältnissen geflohen sind, die mit Koran, Hadithen und Fatwas begründet werden, werden vom deutschen Staat systematisch ausgegrenzt.

Eine Folge der von vielen Seiten gewollten Re-Islamisierung der Migranten ist die von Rot-Grün, CDU und auch Linkspartei getragene Einführung eines islamischen Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen (statt Abschaffung jedes Religionsunterrichts). Der Kampf gegen „antimuslimischen Rassismus“, der von einem eigenartigen Querfrontbündnis geführt wird (AKP bis BRD-Linke), verbindet sich in der BRD mit staatschristlicher Assimilationspolitik, die Migranten pauschal als Muslime anspricht und  diese im Rahmen der antilaizistischen Staatsdoktrin unter christlicher Oberaufsicht „gleichstellen“ will.

Eine besonders üble Folge dieser Re-Islamisierung der Migranten besteht darin, dass nicht nur der Staat, sondern auch identitäre Antirassisten die progressiven Kräfte unter den Migranten nicht nur im Stich lassen, sondern aktiv gegen sie arbeiten!

Im Freien Sender Kombinat ist es möglich, dass in einer „Migrantensendung“ AKP– und Graue Wölfe -Funktionäre auftreten. Es wäre dort aber nicht möglich, dass Ex-Muslime eine eigene Sendung machen, in der sie mit Witz und Verstand über den Islam und andere Formen von Aberglauben herziehen.

 

Günther Jacob

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