Geschäft & rechte Politik als „Community Radio“

(The new Face of Anti-Racism. Das FSK-Sendung ANILAR FM, Teil 3)


(3)

Das Netzwerk der FSK-SENDUNG „ANILAR FM“ 2006-2016

Vorbemerkung
Politische Ökonomie des „ethnischen Community Radios“

Das Format Anilar FM entstand als gemeinsames Projekt von identitären Antirassisten und dem Geschäftsmann Riza Atamtürk. Im folgenden Recherche-Abschnitt geht es zwar um die damit verbundene Geschäftstätigkeit, aber trotzdem nicht in erster Linie um Kommerz, sondern um die ganz spezielle politische Ökonomie migrantischer Sozialstrukturen.

Geschäfte über das „Freie Sender Kombinat“ abzuwickeln ist kein Alleinstellungs- Merkmal von Anilar FM. Auf FSK machen Medienunternehmer eigene Musiksendungen und viele Kulturlinke betreiben dort ihre Ich-AG. Hier geht es darum, warum es ein „ethnisches Community Radio“ ohne Kommerz überhaupt nicht geben kann.

Anilar wendet sich nicht an alle Hörer, sondern an ein Publikum, das dem Phantasma einer politisch homogenen herkunftslandorientierten ethnischen Kolonie anhängt – der Idee der „Gemeinschaft aller Diaspora-Türken“. Spricht man diese fiktive Gemeinschaft mit den Mitteln des „Ethno-Marketings“ an, so verwandelt sie sich in eine real existierende Zielgruppe mit ausgeprägten kollektivistischen Einstellungen, Konsumgewohnheiten und Sonderinteressen. Die „Community“ gibt es dann als mehr oder weniger autonomen Marktplatz, der fast alles Lebensnotwendige bietet. Hier wird das spezifische Sozialkapital ethnisierter Netzwerkstrukturen umgeschlagen, zu dem die Onkel-Wirtschaft gehört und Tipps für die vom deutschen Staat gerne gesehene „soziale Selbsthilfe“ in verschiedenen Lebenslagen. Als kostenloses Extra gibt es noch emotionalen Beistand, politische Interessenvertretung im pantürkischen Geist und die von Ditib betreute Pflege der kulturellen und religiösen Eigenarten.

Ethnische Communities“ sind das Produkt der Wechselwirkung von Ausgrenzung und Selbstethnisierung. Bei der Konstitution und dem Erhalt solcher „Gemeinschaften“ spielen Geschäftsleute schon immer eine bedeutende Rolle, weil für sie die „Community“ ein Markt ist und weil der Markt wiederum die fiktive Gemeinschaft erlebbar macht. Ein ethnisiertes migrantisches „Community Radio“ hat also unvermeidlich den Charakter eines Lobby-Radios entlang „ethnosolidarischer“ Mobilisierungen. Die Besonderheit besteht in diesem Fall darin, dass diese Geschäfte mit dem rechten Netzwerk von AKP und MHP verbunden sind, was der FSK-Moderator Riza Atamtürk in einem Radiogespräch selbst betonte. Dieses rechte Netzwerk finanziert seine politischen Aktivitäten in der BRD wiederum wesentlich über eine mehr oder weniger verdeckte Geschäftstätigkeit (Reisebüro, Versicherungen, Importe etc.).

Seit 2006 ist „ANILAR“ auf FSK 93 FM  zu hören – mit einer wöchentlichen Sendezeit von 6 Stunden: Mittwochs von 8-10 Uhr  und Sonntags von 7-11 Uhr. Die verantwortlichen FSK-Ethno-Antirassisten gaben der „türkischen Communiy-Sendung“ immer mehr Raum:  

AM 5. NOVEMBER 2006: ERSTE ANILAR-SENDUNG MIT 12 STD. IM MONAT
Sonntag, 05 Nov 2006, 08:00 -11:00 Uhr Anilar FM 93.0
(Kontakt in den ersten Wochen noch Werner Pomrehn, redaktion3@fsk-hh.org)

AB MÄRZ 2007: ANILAR SONNTAG & MITTWOCH: 20 STD. IM MONAT
Sonntag, 04 März 2007, 08:00-11:00 Uhr Anilar FM 93.0
Mittwoch, 07 März 2007, 8:00-10:00 Uhr Anilar FM 93.0
(Kontakt: verschiedene Firmenadressen)

AB DEZEMBER 2008: ANILAR MIT 24 STD. IM MONAT (Sonntags früher)
Sonntag, 07.12.2008, 07:00-11:00 Uhr Anilar FM 93.0
Mittwoch, 10.12. 2008, 8:00-10:00 Uhr Anilar FM 93.0
(Kontakt: verschiedene Firmenadressen)

„ANILAR FM“ selbst präsentiert sich gegenüber seinem Publikum nicht als FSK-Sendung, sondern tritt als Geschäftsunternehmen mit eigenem Sender auf. Tatsächlich ist ANILAR Teil eines türkischen Medienunternehmens, als dessen  Geschäftsführer Riza Atamtürk auftritt, der auch alleiniger Macher und Moderator (genannt „General-Koordinator“/Genel Koordinatörü, siehe http://hamburg-tbb.com/uyelerimiz/ oder auch „Chefredakteur“, siehe http://www.anilarfm.de/?p=1211 ) der Sendung ist.  Vor 2006 machte Riza Atamtürk eine ähnliche Sendung beim Offenen Kanal.

So sieht die Ankündigung der Sendung aus:

(3.1.)

DIE FIRMA „AGA-MEDIA RIZA ATAMTÜRK“ ALS FSK-AKTEUR

Beworben wird die Sendung nicht über FSK, sondern über Websites, die alle UNTERSEITEN von Atamtürks Firma „AGA-MEDIA“ sind.  (Die Website für die Jahre 2006-2008 ist nicht mehr zu ermitteln).

Ab 2008 gab es die Plattform http://www.anilarfm93.de/
siehe: https://web.archive.org/web/*/http://www.anilarfm93.de/
(Snapshots: Saved 12 times between Februar 24, 2008 and März 14, 2016).

(Die URL http://www.anilarfm93.de/ gibt es noch. Sie leitet heute um auf http://www.anilarfm.de/.)

Zwischen 2012 und 2016 wurde bzw. wird die FSK-Sendung direkt über Atamtürks Firma AGA-MEDIA beworben. Die Sendungs-Homepage trägt jetzt den Firmennamen: http://www.aga-media.de  siehe: https://web.archive.org/web/*/http://www.aga-media.de

Diese Sendungs-Homepage war zeitweise eine Unterseite von  „Aga-Media/OnAir:
http://www.aga-media.de/onair.html. Auch diese Bezeichnung unterstreicht, dass dieses „türkische Community Radio“ ein Firmensender ist.

Ab 2011 sind die Websites http://www.anilarfm93.de/ (FSK) und die Firmenseite  http://www.aga-media.de/canliradyo.html (Firma) identisch, es gibt also 2 URLs für denselben Inhalt.

Ab 2014 gibt es dann die Website http://www.anilarfm.de/
siehe: https://web.archive.org/web/*/http://www.anilarfm.de/

Diese ist nun wiederum völlig identisch mit einer weiteren Firmen-Website http://www.hayat.de die zu AGA-MEDIA gehört.

Es gibt mehrere Video-Interviews, die den ANILAR-Macher Riza Atamtürk ALS GESCHÄFTSMANN zugleich in „seinem“ Sender und in seinen Geschäftsräumen zeigen:
https://www.youtube.com/watch?v=ASq0lMAVQEg 
https://habercininyeri.wordpress.com/2013/04/14/almanyada-50-yil-riza-atamturk/

In einer mehrteiligen „Oriental-Night“-TV-Sendung wird das Firmennetzwerk mitsamt FSK dargestellt: https://www.youtube.com/watch?v=faaI6rsn4q8

Immer wieder wird Atamtürk dabei als EigentümeroderUnternehmervon FSK vorgestellt: http://www.gazetehamburg.com/haber/muhtesem-dugun/ .

Diese von den FSK-Ethnopluralisten gewollte Etablierung eines „türkischen Community-Radio“ als Firmennetzwerk (Magazine, Dienstleistungen, Radio) vollzog sich ganz offen:

https://web.archive.org/web/20130604030208/http://aga-media.de/tr/index.html

(3.2.)

PREISAUSSCHREIBEN, FLUGREISEN, VERKAUF VON ELEKTROGERÄTEN ÜBER FSK

Alle Medienprodukte dieser Aga-Media – zunächst das Branchenbuch AJANDA REHBER, das GÜNES-Magazin, der Geschäftszweig „GRAFIK EXPRESS“, der Nachrichtenkanal (Haberler) und RADYO ANILAR-FM bilden ein Gesamtunternehmen. Die FSK-Sendung wird  unter der Rubrik „Unsere Dienst“ beworben. Diese „Dienste“ erbringt das „Team“ von Aga-Media:
https://web.archive.org/web/20140927001758/http://aga-media.de/referanslar.html

„Unser Personal besteht aus Grafikexperten, Reportern und Web-Designern. Unser Personal wächst täglich auch durch die, die bei uns zunächst ein Praktikum absolvieren.  Das Jahres-Abonnement  kostet  66 Euro und enthält die 12 Ausgaben von Günes Magazin und den Ajanda Rehber (Branchenbuch), das einmal im Jahr veröffentlicht wird. Unsere Abonnenten haben die Chance , ein Überraschungsgeschenk in Form von einem Scheck zu gewinnen.“

 



Mit Überraschungsgeschenken wird seit 2006 für die FSK-Sendung geworben:

Türkische Radiosendung: Seit 2006 machen wir als Anilar-FM 93 unsere  Sendung in türkischer Sprache.  In Live-Sendungen führen wir Gespräche mit unseren Gästen über soziale, politische und kulturelle Themen und Aktivitäten. Hören Sie uns, senden Sie  Nachrichten an Ihre Lieben und gewinnen Sie GESCHENK-SCHECKS wie FLUGTICKETS, KONZERT-TICKETS, ABENDESSEN IN BESTEN RESTAURANTS ….“

Produktverkauf: FSK als Cross-Media-Plattform

Abgesehen von seiner neoosmanischen Botschaft ist ANILAR FM also zugleich eine Dauerwerbesendung, ein Media-Shop mit Verkaufsnebeneffekt, vergleichbar einem Teleshopping-Sender. ANILAR strahlt nicht nur Werbung aus, sondern über FSK werden auch Waren und Dienstleistungen verkauft. Nach § 2 RfStV bedeutet Radio-Shoppingdie Sendung direkter Angebote für den Absatz von Waren und Dienstleistungen gegen Entgelt.“ Anilar geht noch darüber hinaus, denn das FSK-Format funktioniert als Cross-Media-Plattform: Radio-Werbung, Online-Werbung, Print-Werbung , Bannerwerbung, Merchandising, Werbeartikel (Giveaways) und Events sind aufeinander abgestimmt.

ANILAR wirbt nicht nur: Bestelladressen werden über FSK  durchgegeben und sind auf der Sendungs-Homepage bzw. auf der Anilar-Facebook-Seite zu finden.  Die Telefonnummer der  Bestell-Hotline, die über FSK bekannt gegeben wird, ist die des Moderators. Dessen Facebook-Seite berichtet z.B. von einer Party, die ANILAR und der Geschäftsführer einer neuen türkischen Airline ausrichteten. Es geht hier nicht nur um Werbung, sondern auch um den Verkauf der  beworbenen Produkte: Flugreisen, Haushaltsgeräte, Immobilien, türkische Versicherungen, Grafikaufträge etc. Auch zur Markteinführung neuer Produkte werden Werbekampagnen durchgeführt.

Die genaue Höhe von Umsatz und Gewinn bei ANILAR lässt sich nachträglich nicht mehr feststellen. Da die Nutzung von FSK zwecks Erreichung einer gewissen regionalen Reichweite keine Kosten verursachte, dürfte das Ergebnis lukrativ gewesen sein.


Besonders dreist ist der Fall LYMPHA.

Hier geht es auch um politische Korruption, um gemeinsame Geschäfte von ANILAR und FSK-Ethnopluralisten:

Foto: Riza Atamtürk, Elbe-Express

Zwischen 2012 und 2015 wurde auf FSK die ANILAR-Werbung intensiviert. Dabei wurden Lympha Wasserfiltersysteme – es ist die Firma eines langjährigen Geschäftsfreundes – in den Mittelpunkt gestellt. Die Wasserfiltersysteme werden in der Türkei hergestellt und in die BRD importiert. „Lympha“ ist die deutsche Tochter des türkischen Unternehmens „Atay Su Aritma“ mit Sitz in Antalya. Die Geräte sind relativ teuer; einige kosten rund 1000 Euro.

Für diese Wasserfilter warb Riza Atamtürk auf FSK von 2012 bis 2015. Der FSK-Moderator hatte Verträge mit der Firma geschlossen. Er war am Umsatz , den er über FSK generierte, beteiligt. Im ersten Jahr warb er damit, dass bei jeder Bestellung im Wert von 1000 Euro 100 Euro an FSK gespendet werden. Der monatliche Umsatz soll bei 7000-9000 Euro gelegen haben. An diesem Geschäft waren also die Verantwortlichen im FSK (vor allem Werner Pomrehn) beteiligt. Was aus den „Spenden“ wurde, weiß niemand; sie tauchen nicht in der Buchhaltung auf und die Sendungen selbst wurden auf den FSK-Servern gelöscht.


Ethno-Marketing“ und „Türkentum“ – die politische Dimension

Die Verteidigung dieses „türkischen Community-Radios“ durch die Mehrheit des FSK-Milieus hat vor allem politische Gründe, aber aus der politischen Beziehung ist ein gegenseitiges Verpflichtungsverhältnis geworden. Es gibt eine Wechselbeziehung zwischen dem Geschäftsmodell ANILAR FM, seinen neoosmanischen Inhalten und dem ideologischen ethnopluralistischen Mainstream-Antirassismus.

Was dieses „Community Radio“ auf FSK treibt, wird in der Werbebranche als Ethno-Marketing bezeichnet. „RADIO ANILAR“ wendet sich an ein türkischsprachiges regionales Publikum. Auf diesem Gebiet hat der FSK-Moderator kaum Konkurrenz, weil zum Beispiel die türkischen Fernsehsender keine regionalen Zielgruppen ansprechen können. Dieses „Ethno-Marketing“ schafft selbst die Gruppe, die von ihm anvisiert wird. In diesem Fall ist es die Hamburger „türkische Community“, die es im politischen Sinn nicht gibt, aber eben als „Zielgruppe“. Es heißt dann, in der BRD lebten 3 Millionen „Türken“ und diese hätten eine Kaufkraft von 18 Milliarden Euro.

Die ideologische Grundlage des derzeitigen Booms von (türkischem und verstärkt muslimischem) Ethno-Marketing ist der Aufstieg des „Europäischen Türkentums“.

Erst mit der Mitte der 1990er Jahre einsetzenden „Rückkehr des Türkentum“ und mit der von Al-Rabita finanzierten Re-Islamisierung ist dieses Geschäftsfeld (inklusive Halal-Produkte)  auch bei den Jüngeren rasant gewachsen. Dazu gehört – seit 1991 – die Hinwendung zu TRT-Int  und türkischsprachigen Print-Produkten bei Abwendung von den BRD-Medien. In diesem Feld der Konsolidierung einer rechten „ethnisch-kulturellen Identität“ hat Atamtürk sich mit Hilfe der FSK-Ethnopluralisten mit seinem „türkischen Community-Radio“ festgesetzt.

 

(3.3.)

Eine FSK-SENDUNG mit HAUPTSITZ  in ANKARA
und geschäftlichen Verbindungen zu MHP-Kadern

Das Hamburger Unternehmen des FSK-Moderators mit Sitz in der Lübecker Strasse 124 ist im Handelsregister als „AGA –MEDIEN RIZA ATAMTÜRKeingetragen.
Siehe: http://hamburg.gewerbe-meldung.de/aga-media-riza-atamtuerk-12596307.html

Diese Hamburger Firma ist das „Almanya Ofisder türkischen Firma  AJANSMAT mit Sitz in Ankara. http://www.ajansmat.com.tr. Wer hinter dieser Firma steckt, konnte nicht recherchiert werden.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang aber, dass Atamtürk ab 1999 mit dem heutigen MHP-Funktionär Sahip Kara nach eigener Aussage auch geschäftlich verbunden war oder ist (siehe unten). Wahrscheinlich geht es dabei u.a. um den Verkauf türkischer Rentenversicherungen in Hamburg. Offenbar gibt es  türkische Geldgeber für die Geschäfte in Hamburg und offenbar vermischen sich dabei politische und geschäftliche Kontakte.

HAMBURG TURK MEDIA.

Später wurde das „Türkische Community Radio“ mitsamt Aga-Media Teil des größeren rechten Mediennetzwerkes „HAMBURG TÜRK MEDIA“, zu dem unter anderem die reaktionäre Online-Zeitung „ELBE EXPRESS“ gehört:  http://www.aga-media.de/canliradyo.html

Bei „HAMBURG TÜRK MEDIA“ taucht der daran mit seiner AGA-MEDIA beteiligte FSK-Moderator als Marketing-Chef auf. Als GESCHÄFTLICHE (!) eMail-Adresse nennt er radyoanilar@gmail.com, also die Mail zur FSK-Sendung. FSK fungiert als wichtiges Marketing-Instrument dieses nun noch größeren Firmennetzwerkes:
https://web.archive.org/web/20150321002936/http://aga-media.de/iletisim.html
.

Profil der rechten Firma HAMBURG TÜRK MEDIA Anfang 2015
Imtiyaz Sahibi – Herausgeber, Seewartenstr.10,  20459 Hamburg, info@elbeexpress.de Telefon 467 170 33 38.
Mehmet Atak: Koordinator: 0163 696 52 59, agapress@gmx.de.
RIZA ATAMTÜRK: Marketing:  0176  4855 6060, radyoanilar@gmailcom
Redaktion: Emrah Aslan, 0176 8280 5278, emrahaslan@elbe-express.de
Orhan Veli Cansever, Journalist (Sitz in der Türkei):  0157 3140 8135

.

Bei Hamburg Türk Media tritt der FSK-Moderator in verschiedenen Funktionen auf: Unter dem Dach dieses Medienunternehmens http://www.hamburgturkmedia.de/images/htm_media%20daten_web.pdf
erscheint unter anderem das kostenlose Werbeblatt GÜNES-MAGAZIN(Sitz Lübecker Straße 124, die Adresse von Atamtürk), ein „Stadtmagazin für Hamburger-Türken“ in einer jährlichen Auflage von inzwischen 100.000 Exemplaren. Der FSK-Moderator gilt als Macher dieses Blattes. Das Magazin liegt in 750 türkischen Läden und beim Hamburger türkischen Konsulat aus.

Bei HAMBURG TURK MEDIA erscheint neben dem GÜNES-MAGAZIN und dem vom FSK-Moderator herausgegebene Branchenbuch „AJANDA REHBER“ („öffnet Ihnen die Türen der 130.000 türkischen Haushalte in Hamburg und Schleswig-Holstein mit einer Kaufkraft von 16,5 Milliarden Euro“) auch das erwähnte digitale türkischsprachige AnzeigenblattELBE-EXPRESS“. Die Aufmachung der Website ELBE-EXPRESS gleicht derjenigen der „regierungsnahen“ türkischen Zeitung „GÜNES“. Auch hier tritt der FSK-Moderator in verschiedenen Funktionen auf. http://elbe-express.info/tag/riza-atamturk/

VorGÜNES“ machte er in dem Büro Lübecker Straße auch das  türkischsprachige Hochglanzmagazin AYNA 365 („Jahresspiegel“) mit „Nachrichten aus den türkischen Communities in Norddeutschland, von Fußball bis Wirtschaft“.

Nachfolger von  AYNA 365 wurde das Magazin HAYAT („Leben“ im Sinn von Lifestyle) ein weiteres Werbeblatt. http://www.gazetehamburg.com/haber/hayat-dergisi-yayin-hayatina-basladi/ : „Almanya’nın Hamburg kentinde ‘HAYAT’ adı ile yeni bir dergi yayın hayatına başladı. Daha önce Ayna, GÜNEŞ adlı dergiler çıkaran Rıza Atamtürk ve ekibi tarafından çıkarılan HAYAT dergisinin dağıtımı ücretsiz posta ve elden yapılacak“.

Für HAYAT als gedrucktes Magazin sind im Internet die Media-Daten einzusehen – auf der Website der FSK-SENDUNG!
http://www.anilarfm.de/wp-content/uploads/2016/07/Mediadaten-Hayat-04.07.2016.pdf

Die Auflage der gedruckten Version soll bei 90.000 im Jahr liegen.  Als Kontaktadresse wird wiederum die FSK-Sendung genannt, deren Adresse aber nicht die des Senders ist, sondern die Firmenadresse in der „LÜBECKER STRASSE 124, 22087 Hamburg“. Unter dem Namen HAYAT betreibt  der FSK-Moderator – wiederum mit der Kontaktadresse  „Anilarfm, Lübecker Straße 124, 22087 Hamburg“ – eine weitere kommerzielle Website. Sie ist vollständig identisch mit der Website für seine FSK-SENDUNG, d.h. für eine Website gibt es zwei URLs: http://www.hayat.de und http://www.anilarfm.de

Teil dieses Netzwerkes sind zahlreiche weitere Websites sowie Google+ und Facebook-Auftritte in türkischer und auch in arabischer (!) Sprache.
https://ar-ar.facebook.com/AnilarFM.de/posts/714432045364810

Ein Format des links-identitären „Freien Sender Kombinats“ ist also eindeutig Teil eines am „Türkentum“ orientierten rechten Firmennetzwerkes mit Schwerpunkt Norddeutschland.

Alle Printmedien und Werbe-Blogs sind direkt mit der FSK-Sendung verknüpft. Auf FSK wird für die Produkte des rechten Firmennetzwerkes geworben und dort wird wiederum auf die FSK-Sendung verwiesen, in der wiederum  ständig Geschäftsfreunde auftreten, z.B. die „Business-Frau Elif Ergun“, die inzwischen eine eigene FSK-Werbe-Sendung hat.

RECHTER „JOURNALISTENBUND“

Eine weitere Vernetzungsplattform ist der 2011 von Rıza Atamtürk gegründete „BUND TÜRKISCHER JOURNALISTEN IN HAMBURG“ („Hamburg Türk Basin Birligi“).

https://www.facebook.com/hamburgtbb/info/?tab=overview
http://hamburg-tbb.com/hamburg-turk-basin-birliginden-bassagligi-mesaji/
https://www.online-handelsregister.de/handelsregisterauszug/hh/Hamburg/H/Hamburg+Türk+Basin+Birligi/1394481

Dieser „Journalistenbund“ gruppiert sich vor allem um ein Dutzend meist türkischsprachiger Anzeigenblätter mit unübersehbarer Nähe zur radikalislamischen AKP. Vertreten sind zum Beispiel Post Gazetesi Kuzey, Post Gazetesi Hamburg Haber, Post Gazetesi Reklam Müdürü , Post Gazetesi Bremen, Milli Gazete [Milli Görüs], Post Gazetesi Spor, Urfa TV Avrupa Temsilcisi, Hayat Dergisi [Firmennetzwerk Riza Atamtürk], Anılar FM Radyo [Firmennetzwerk Riza Atamtürk].

Welche Rolle dieser „Journalistenbund“ insbesondere seit 15. und 16. Juli 2016 spielt, ist noch im Detail zu recherchieren. Schon in den ersten Erklärungen zu Putsch und Gegenputsch gibt es keinen Zweifel, dass dieser Verein Erdogans „Kampf gegen den Terrorismus“ unterstützt, also die Massenfestnahmen, Zeitungs- und Rundfunkverbote inklusive der Verhaftung von Journalisten und Terror gegen Kurden.

 

Günther Jacob

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