Muslim werden – um Gehör zu finden

(The new Face of Anti-Racism. Die FSK-Sendung ANILAR FM, Teil 8.4.)

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bentoist das neo-rassistische (ethnopluralistische) Nachwuchs-Journalismus-Portal des „Spiegel“. Wer irgendwie „fremd“ aussieht, wird bei „bento“ umgehend zum Muslim bzw. zur Muslima erklärt und dann gegen „antimuslimischen Rassismus“ verteidigt. So erging es auch der TGH.  

 

(8.4.)


MUSLIM WERDEN – UM GEHÖR ZU FINDEN

Die Islamisierung der Migranten führt auch dazu, dass Politiker mit Migrationshintergrund plötzlich als „muslimische Abgeordnete“, „erste muslimische CDU-Direktkandidatin für den Bundestag“ oder „erste muslimische Integrationsbeauftragte“ bezeichnet werden.

Zugleich gibt es bei Grünen, SPD, CDU und Linkspartei – und eben auch beim FSK – etliche Parteipolitiker und Geschäftsleute mit „Migrationshintergrund“, die über das Migrations-Ticket das Geschäft von AKP- und MHP betreiben.

Entsprechend der deutschen antilaizistischen Staatsdoktrin gibt es 2016 nicht
nur die „AG Christinnen und Christen bei der Partei DIE LINKE“ oder den , „Arbeitskreis Christinnen und Christen in der SPD“ oder die „LAG Bündnisgrüne ChristInnen“, sondern  auch den „Arbeitskreis Grüne MuslimInnen„, den „Arbeitskreis Muslime in der SPD“ und die „Muslimische Initiative in der Union“  (MIDU) . In den meisten dieser Arbeitskreise sitzen stramme Erdogan-Anhänger, nicht selten auch MHP-Leute.

Die deutsche antirassistische Muslim-Macher-Maschine.

 

Für die deutschen Parteien hat die Einrichtung solcher AGs große symbolische Bedeutung: Erstens geht es um die Botschaft, dass „Integration“ in der BRD – anders als im laizistischen Frankreich – in erster Linie über religiöse Identitäten stattfinden soll. Zweitens ist es für viele von Vorteil, wenn Rechtsradikale nur noch als Religionsgruppe auftreten. Drittens kann man die eigene Toleranz demonstrieren, denn es ist klar, dass es niemals einen „Arbeitskreis Christen in der AKP“ geben wird. Und schließlich kann die Einrichtung solcher AGs auch außenpolitisch von Vorteil sein, weshalb sie zum Beispiel auf Regierungs-Websites erwähnt werden.

(Manchmal passt nicht alles zusammen. Als die Sendung „Report“ aufdeckte, wer an der  MIDU beteiligt ist, hatte die CDU ein Problem. Andere erkannten unter den Islam-Christdemokraten den Graue Wölfe-Funktionär Mehmet Alparslan Çelebi ).

Auf jeden Fall lässt sich auch am Beispiel der „Arbeitskreise Muslime in der Partei XY“ zeigen, wie aus Gastarbeitern, Zuwanderern oder Migranten  –  Bezeichnungen, die immerhin soziale Lagen benennen – plötzlich „Muslime“ werden, die man NUR ALS SOLCHE in das Parteiensystem „integrieren“ will.

Gastarbeiter, Zuwanderer oder Migranten, die KEINE Muslime sind, die z.B. linke Gewerkschafter, Kommunisten, Ex-Muslime oder  Juden oder einfach gar nichts sind , werden einfach außen vor gelassen. Man MUSS heute „Muslim“ und „Muslima“ sein oder sich so ausgeben, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden. So radikal wird heute Religion als der zentrale Kern kultureller Identität definiert.

 

 

Günther Jacob, Rosa Fava, Werner Pomrehn, Freies Sender Kombinat, Transmitter, ohne Schafspelz im FSK – die Grauen Wölfe, „Hermann Gremliza“, Konkret, Christian Helge Peters : KollegiatInnen : Universität Hamburg, Kontakt. Tel.: +49 40 42838 9530. E-Mail: ChristianHelge.Peters“AT“wiso.uni-hamburg.de., Christian Helge Peters – soziologieblog, Peters, Christian Helge – PSi#23, Christian Helge Peters bei transcript Verlag, 

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